Skulptur Projekte 2027 im York-Quartier
Das Quartier wird zum Schauplatz internationaler Kunst.
Vom 13. Juni bis 3. Oktober 2027 wird Münster wieder zum globalen Mittelpunkt der Gegenwartskunst: Die renommierten Skulptur Projekte feiern ihr 50-jähriges Bestehen. Bei der kommenden Ausgabe rückt unser York-Quartier ganz besonders in den Fokus der Kuratorinnen. Der international bekannte Künstler Oscar Murillo wird hier ein partizipatives Projekt realisieren, das die Gemeinschaft vor Ort einbindet.
Alle zehn Jahre locken die Skulptur Projekte Münster Kunstbegeisterte aus aller Welt nach Westfalen. Für die Ausgabe 2027 hat das künstlerische Leitungskollektiv What, How & for Whom / WHW (Ivet Ćurlin, Nataša Ilić und Sabina Sabolović) ein Konzept entwickelt, das den Blick bewusst auf Stadtteile im Wandel richtet. Neben Kinderhaus und Berg Fidel ist das York-Quartier als einer der zentralen neuen Standorte außerhalb der Innenstadt ausgewählt worden.
Urbaner Wandel im Fokus: Vom Kasino zum Raum für Gemeinschaft
Das York-Quartier hat in den vergangenen Jahren einen der größten Transformationsprozesse der jüngeren Stadtgeschichte Münsters durchlaufen. Wo einst die York-Kaserne stand, entsteht heute ein lebendiges, neues Wohnquartier. Ein symbolträchtiger Ort dieses Wandels ist das ehemalige Offizierskasino, das künftig als Raum für Gemeinschaft und Demokratie dienen soll.
Genau hier wird der Künstler Oscar Murillo (*1986 in La Paila, Kolumbien) ansetzen. Für die Skulptur Projekte 2027 entwickelt er eine Installation, die gemeinsames Kochen und kollektives Teilen in den Mittelpunkt stellt.
Das Projekt lebt vom Dialog vor Ort: Es entsteht in direkter Zusammenarbeit mit lokalen Agrarbetrieben sowie Bürgergruppen. Murillo möchte damit reflektieren, wie Arbeit, Gemeinschaft und ökonomischer Austausch in Produktionsprozessen miteinander verflochten sind – eine Fragestellung, die perfekt zu einem neu entstehenden Nachbarschaftsviertel passt.
„Neue Begegnungen zwischen Kunst und Menschen“
Münsters Kulturdezernentin Cornelia Wilkens betont die Bedeutung dieser Dezentralisierung: „Besonders wichtig ist uns für 2027, dass die Ausstellung nicht nur in der Innenstadt stattfindet, sondern bewusst auch Stadtteile wie das York-Quartier einbezieht. Dadurch entstehen neue Begegnungen zwischen Kunst und den Menschen, die diese Orte prägen.“
Schon jetzt den Entstehungsprozess begleiten
Insgesamt werden rund 30 Künstler:innen für die Skulptur Projekte 2027 erwartet, deren Projekte in den kommenden Monaten sukzessive bekannt gegeben werden.
Wer nicht bis zum Sommer 2027 warten möchte, kann den Entstehungsprozess schon jetzt im Vorprogramm, den Skulptur Projekte Sessions, begleiten. Die nächste Veranstaltung findet bereits in Kürze statt: Am Dienstag, 7. Juli 2026, um 18:00 Uhr laden die Skulptur Projekte in Kooperation mit der Kunstakademie Münster zu einem Gastvortrag der Medienwissenschaftlerin Nelly Y. Pinkrah ein (im Rahmen der „Münster Lectures“ an der Kunstakademie).
Weitere Informationen zu den Projekten und kommenden Terminen finden Sie laufend unter: www.skulptur-projekte.de